Kolloquium Sinneswissenschaft
30. August bis 1. September 2024 - Auf Einladung
Bei unserer letzten Sinnestagung Ende März 2024 haben wir uns mit den oberen Sinnen befasst, da sie im digitalen Zeitalter besonders gefährdet sind. Sie erlauben allerdings ein besseres Verständnis, wie die Sinne überhaupt funktionieren. In diesem Zusammenhang kann der Ich-Sinn als «Ur-Typus» der Sinne verstanden werden. Das erfordert aber, ihn in seiner Wirkung ganz zu durchschauen. Daher wollen wir beim kommenden Treffen näher auf das Grundmuster jedes Sinnes eingehen, ausgehend vom Verständnis des Ich-Erlebnisses aus Kapitel VI in «Anthroposophie ein Fragment». Jeder Sinn hat, so ist die These, eine Grundgeste, die beschreibt, wie das Ich sich zu den Sinnes-Gegenständen in der physischen Welt verhält. Wir wollen nicht den unterschiedlichen Sinnen als solchen nachgehen, sondern, so schlagen wir vor, der Frage, wie das Ich durch die Sinne zu einem Erlebnis seiner selbst kommt.
Programm
Freitag, 30. August
20.00 Uhr
Vorstellungsrunde – Berichte aus der aktuellen Arbeit an der Sinneslehre
Samstag, 31. August
9.00 Uhr
Gemeinsame Studienarbeitam Vortrag vom 13. August, 1921, GA 206
Einführung Christiane Haid und Jaap Sijmons
10.45 Uhr
Goethes Farbenlehre - Paradigma eines Sinnes. Die Polaritäten in den 12 Sinnesreichen - Forschungsergebnisse und offene Fragen
Mit Gespräch - Hans Jürgen Scheurle
12.00 Uhr
Vorstellung Forschungsprojekt: Beleben der Sinnesprozesse, Durchseelen der Lebensvorgänge - wie lässt sich die von Rudolf Steiner beschriebene Neuausrichtung von Sinnes- und Lebenssphäre verstehen und für die gegenwärtige Kultur erschließen?
Mit Gespräch - Liane Heide Niederhoff
15.00 Uhr
Betrachtung des Blauen Fensters im Norden – Goetheanum Grosser Saal
Jaap Sijmons
15.30 Uh
Das Blaue Fenster und die Sinneslehre als Tugendlehre
Mit Gespräch - Jaap Sijmons
17.00 Uhr
Das Verhältnis des Sprachsinns zu Hören, Sehen und Tasten
Mit Gespräch - Wolfgang Michael Auer
19.30
Vortragsarbeit II - Fortsetzung von der Morgenarbeit
Sonntag, 1. September
9.00 Uhr
Wie bedingen sich Ich-Erlebnis und Sinneserfahrung? Welche Herausforderungen stellen sich durch die Technisierung und Digitalisierung?
Gemeinsames Gespräch
11.00 Uhr
Schlussrunde – Vorblick auf das nächste Kolloquium, Arbeitsvorhaben, Ziele